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Mietrendite berechnen

Bruttomietrendite, Nettomietrendite, Kaufpreisfaktor und Eigenkapitalrendite vor und nach Steuern. Mit Formeln und nachrechenbarem Beispiel.

Finance Estate Rechner

Rechenweg und Rechtsgrundlage im Text

  • Steuerregeln Stand 03.10.2026
  • Rechenweg offen
  • Modus Schnell und Detail

Rechner

Mietrendite Rechner

Im Modus „Schnell“ genügen Kaufpreis und Kaltmiete für die Bruttomietrendite. Im Modus „Detail“ rechnet der Rechner Nettomietrendite, Eigenkapitalrendite und Cashflow vor und nach Steuern.

Ihre Eingaben
Modus
Objekt und Miete
€
€/Monat
m²

für Werte je m²

Bruttomietrendite

4,20 %

Jahreskaltmiete 11.760 € ÷ Kaufpreis 280.000 € × 100

Kaufpreisfaktor23,8Kaufpreis in Jahresmieten
Jahreskaltmiete11.760 €
Kaltmiete je m²14,00 €bei 70,00 m²

Im Modus „Detail“ rechnet der Rechner Nettomietrendite, Eigenkapitalrendite und Cashflow vor und nach Steuern.

Die Rechner sind Modellrechnungen. Sie ersetzen keine Steuerberatung und keine Finanzierungszusage. Zinsen, Mietentwicklung und Wertsteigerung sind Annahmen, die Sie selbst festlegen.

Auf dieser Seite

Mietrendite berechnen: die Formeln

  • Bruttomietrendite. Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis × 100. Sie ist die schnellste Kennzahl für einen ersten Vergleich, blendet aber Kaufnebenkosten, laufende Kosten und Mietausfall aus.
  • Nettomietrendite. (Jahreskaltmiete − nicht umlagefähige Kosten − Mietausfall) ÷ (Kaufpreis + Kaufnebenkosten) × 100. Sie zeigt, was die Immobilie auf das gesamte eingesetzte Kapital erwirtschaftet, vor Finanzierung und vor Steuern.
  • Eigenkapitalrendite. (Nettomietertrag − Zinsen) ÷ Eigenkapital × 100. Sie zeigt die Verzinsung Ihres eigenen Geldes. Die Tilgung zählt hier nicht als Kosten, weil sie Ihre Schuld senkt und damit Vermögen aufbaut.

Dazu der Kaufpreisfaktor: Kaufpreis ÷ Jahreskaltmiete. Er gibt an, wie viele Jahresmieten der Kaufpreis entspricht. 100 geteilt durch den Kaufpreisfaktor ergibt die Bruttomietrendite.

Die Definitionen sind nicht gesetzlich festgelegt. Manche Quellen rechnen die Nettomietrendite nur auf den Kaufpreis. Dieser Rechner nutzt Kaufpreis plus Nebenkosten, weil das dem tatsächlich eingesetzten Kapital entspricht. Vergleichen Sie Angebote deshalb immer mit derselben Formel.

Rechenbeispiel: Mietrendite einer Bestandswohnung

Alle Zahlen sind ein Beispiel. Sie zeigen den Rechenweg und sind keine Aussage über ein bestimmtes Objekt oder einen Markt.

Annahme (Beispiel)Wert
ObjektEigentumswohnung, 70 m², Fertigstellung 1995
Kaufpreis280.000 € (4.000 €/m²)
Kaufnebenkosten19.600 € (7 %)
Gesamtinvestition299.600 €
Kaltmiete14 €/m², also 980 €/Monat oder 11.760 €/Jahr
Nicht umlagefähige Kosten100 €/Monat, also 1.200 €/Jahr
Mietausfall2 % der Jahresmiete
Eigenkapital59.600 €, Darlehen 240.000 €
Zins und Tilgung3,5 % Zins, 2 % anfängliche Tilgung
Grundstücksanteil25 %, Gebäudeanteil 75 %
Grenzsteuersatz40 % (vereinfacht ohne Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer)
  1. Bruttomietrendite. 11.760 € ÷ 280.000 € × 100 = 4,20 %.
  2. Kaufpreisfaktor. 280.000 € ÷ 11.760 € = 23,8. Gegenprobe: 100 ÷ 23,8 = 4,2 %.
  3. Nettomietrendite. Mietausfall: 11.760 € × 2 % = 235,20 €. Nettomietertrag: 11.760 € − 1.200 € − 235,20 € = 10.324,80 €. Nettomietrendite: 10.324,80 € ÷ 299.600 € × 100 = 3,45 %.
  4. Cashflow vor Steuern. Zinsen: 240.000 € × 3,5 % = 8.400 €. Tilgung: 240.000 € × 2 % = 4.800 €. Cashflow: 10.324,80 € − 8.400 € − 4.800 € = −2.875,20 € im Jahr, also 239,60 € Zuzahlung im Monat.
  5. Eigenkapitalrendite vor Steuern. (10.324,80 € − 8.400 €) ÷ 59.600 € × 100 = 3,23 %, ohne Wertsteigerung.
  6. AfA. Gebäudeanteil: 299.600 € × 75 % = 224.700 €. Fertigstellung 1995, also 2 % lineare AfA (finanzamt.nrw): 224.700 € × 2 % = 4.494 € im Jahr.
  7. Steuerwirkung. Das Modell zieht von der tatsächlich erzielten Miete die nicht umlagefähigen Kosten, die Zinsen und die AfA ab: 11.524,80 € − 1.200 € − 8.400 € − 4.494 € = −2.569,20 €. Bei 40 % Grenzsteuersatz ergibt das eine Steuerentlastung von 1.027,68 €.
  8. Cashflow und Eigenkapitalrendite nach Steuern. Cashflow: −2.875,20 € + 1.027,68 € = −1.847,52 € im Jahr, rund 154 € im Monat. Eigenkapitalrendite nach Steuern: (10.324,80 € − 8.400 € + 1.027,68 €) ÷ 59.600 € × 100 = 4,95 %.
Kennzahl (Beispiel)Wert
Bruttomietrendite4,20 %
Kaufpreisfaktor23,8
Nettomietrendite3,45 %
Cashflow vor Steuern−239,60 €/Monat
Eigenkapitalrendite vor Steuern3,23 %
Cashflow nach Steuern−153,96 €/Monat
Eigenkapitalrendite nach Steuern4,95 %

Das Beispiel zeigt einen typischen Effekt: Die Nettomietrendite von 3,45 % liegt knapp unter dem Zins von 3,5 %. Deshalb ist die Eigenkapitalrendite vor Steuern mit 3,23 % niedriger als die Nettomietrendite. Fremdkapital hebelt die Rendite nur, wenn die Objektrendite über dem Zins liegt. Erst die Steuerwirkung hebt die Eigenkapitalrendite im Beispiel auf 4,95 %.

Was ist eine gute Mietrendite?

Eine allgemeingültige Grenze gibt es nicht, denn die Mietrendite hängt an Lage, Baujahr, Zustand und Mietentwicklung. Als Orientierung nennt der Ratgeber von sparkasse.de mindestens 4 % brutto und 3 % netto. Diese Werte sind ein Anhaltspunkt, keine Garantie.

3 %4 %5 %7 %
3 % brutto
Der Kaufpreis entspricht rund 33 Jahresmieten. Mit den Kostenquoten aus dem Rechenbeispiel unten bleiben netto rund 2,5 %, deutlich unter einem Zins von 3,5 %. Dann tragen vor allem AfA, Mietsteigerung und Wertsteigerung die Rechnung.
4 % brutto
Der Kaufpreis entspricht 25 Jahresmieten. Mit den Kostenquoten aus dem Rechenbeispiel bleiben netto rund 3,3 %. Ob das gut ist, entscheidet der Vergleich mit Ihrem Zins.
5 % brutto
20 Jahresmieten. Mit denselben Kostenquoten liegt die Nettomietrendite bei rund 4,1 % und damit über einem Zins von 3,5 %. Fremdkapital wirkt dann als Hebel.
7 % brutto
rund 14 Jahresmieten. Ein solcher Wert kann ein gutes Angebot sein. Er kann aber auch auf höheres Leerstandsrisiko, Instandhaltungsstau oder eine schwache Lage hinweisen. Prüfen Sie hier besonders die Nettomietrendite und die Annahmen zum Mietausfall.
Bruttomietrendite auf einer Skala von 0 bis 8 %, Orientierung laut sparkasse.de: mindestens 4 % brutto
Rechenweg

Kaufpreisfaktor = 100 ÷ Bruttomietrendite, also 100 ÷ 3 = 33,3; 100 ÷ 4 = 25; 100 ÷ 5 = 20; 100 ÷ 7 = 14,3. Die Nettowerte nutzen die Quoten aus dem Rechenbeispiel: Von der Miete bleiben nach 10,2 % nicht umlagefähigen Kosten (1.200 € ÷ 11.760 €) und 2 % Mietausfall 87,8 %, und die Nebenkosten erhöhen den Kapitaleinsatz um 7 %. Nettomietrendite = Bruttomietrendite × 0,878 ÷ 1,07, also 3 % ergibt 2,46 %, 4 % ergibt 3,28 %, 5 % ergibt 4,10 %.

Nettomietrendite und Rendite nach Steuern: der Unterschied

NettomietrenditeEigenkapitalrendite vor SteuernEigenkapitalrendite nach Steuern
BezugsgrößeKaufpreis plus NebenkostenEigenkapitalEigenkapital
Berücksichtigt Finanzierungneinja, Zinsenja, Zinsen
Berücksichtigt AfA und Steuerneinneinja
Wert im Beispiel3,45 %3,23 %4,95 %
Wofür geeignetObjekte vergleichenFinanzierung prüfenEntscheidung als Anleger

Die Nettomietrendite ist die richtige Kennzahl, um zwei Objekte unabhängig von der Finanzierung zu vergleichen. Für Ihre Entscheidung zählt am Ende, was Ihr Eigenkapital nach Steuern erwirtschaftet. Dafür braucht der Rechner die AfA, und die AfA braucht den Gebäudeanteil aus der Kaufpreisaufteilung .

Cashflow-Verlauf über 10 bis 30 Jahre

Eine Rendite für das erste Jahr sagt wenig über die nächsten Jahre. Die Tabelle setzt das Beispiel fort. Zusätzliche Annahmen (Beispiel): Miete steigt um 1,5 % pro Jahr, Kosten um 2 % pro Jahr, Mietausfall bleibt bei 2 %, der Zins bleibt bei 3,5 %, die Jahresrate bleibt bei 13.200 €. Werte in Euro, gerundet.

Jahr 1-1.848Jahr 5-1.766Jahr 10-1.693Jahr 20-1.687Jahr 30+5.830
Cashflow nach Steuern pro Jahr in Euro (Beispiel)
JahrMiete nach AusfallZinsenRestschuld JahresendeCashflow vor SteuernSteuerwirkungCashflow nach SteuernSumme nach Steuern
111.5258.400235.200-2.875+1.028-1.848-1.848
512.2327.692214.260-2.267+501-1.766-9.028
1013.1776.658183.689-1.457-236-1.693-17.624
2015.2933.972104.258+345-2.031-1.687-34.342
3017.7481830+10.206-4.376+5.830-44.632

Im Beispiel wird der Cashflow vor Steuern ab Jahr 19 positiv. Gleichzeitig geht die Steuerentlastung ab Jahr 9 in eine Steuerzahlung über, weil die Zinsen sinken und die AfA mit 2 % gering ist. Im Jahr 30 ist das Darlehen getilgt, die volle Rate entfällt. Den vollständigen Verlauf mit Restschuld, Vermögen und internem Zinsfuß rechnet der Kapitalanlage-Rechner .

Fünf typische Fehler beim Berechnen der Mietrendite

01

Warmmiete statt Kaltmiete

Betriebskosten, die Sie auf den Mieter umlegen, sind kein Ertrag. Rechnen Sie immer mit der Nettokaltmiete. Vorauszahlungen für Nebenkosten gehören nicht in die Formel.

02

Kaufnebenkosten vergessen

Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und gegebenenfalls Makler erhöhen Ihren Kapitaleinsatz. Im Beispiel sind das 19.600 €. Ohne sie läge die Nettomietrendite bei 10.324,80 € ÷ 280.000 € = 3,69 % statt 3,45 %. Die Nebenkosten für Ihr Bundesland berechnet der Kaufnebenkosten-Rechner .

03

Kein Mietausfall angesetzt

Zwei Monate Leerstand bei einem Mieterwechsel entsprechen 2 ÷ 12 = 16,7 % einer Jahresmiete. Wer mit 0 % rechnet, weist jede Rendite zu hoch aus. Setzen Sie einen Wert an, der zu Lage und Mieterstruktur passt.

04

Kalkulierte statt vereinbarter Miete

Prüfen Sie, ob die Miete im Exposé bereits vertraglich vereinbart ist oder nur kalkuliert. Bei einer Wohnung, die noch nicht fertiggestellt ist, fragen Sie, ob bereits ein Mietvertrag vorliegt. Wenn nicht, rechnen Sie zusätzlich ein Szenario mit niedrigerer Miete.

05

Rendite ohne Zinsvergleich

Dieselbe Nettomietrendite bedeutet bei unterschiedlichem Zins etwas völlig anderes. Im Beispiel liegt die Eigenkapitalrendite vor Steuern bei 2,5 % Zins bei 7,26 % und bei 4 % Zins bei 1,22 %. Rechenweg: (10.324,80 € − 240.000 € × 2,5 %) ÷ 59.600 € = 4.324,80 € ÷ 59.600 € = 7,26 %; (10.324,80 € − 240.000 € × 4 %) ÷ 59.600 € = 724,80 € ÷ 59.600 € = 1,22 %.

Mietrendite bei Neubau und Bestand

Bei gleicher Bruttomietrendite unterscheidet sich die Rendite nach Steuern deutlich, weil die AfA-Sätze vom Fertigstellungsjahr abhängen. Die Tabelle nutzt die AfA-Basis aus dem Beispiel (224.700 €) und vergleicht das erste Jahr.

AfA-Variante (Beispiel)SatzAfA Jahr 1Steuerwirkung bei 40 %Quelle
Bestand, Fertigstellung 1925 bis 20222 % linear4.494 €1.797,60 €finanzamt.nrw
Neubau, Fertigstellung nach 31.12.20223 % linear6.741 €2.696,40 €finanzamt.nrw; Haufe, 22.04.2026
Neubau, Herstellungsbeginn nach 30.09.2023 und vor 01.10.20295 % degressiv vom Restbuchwert11.235 €4.494,00 €§ 7 Abs. 5a EStG; IVD
Rechenweg

224.700 € × 2 % = 4.494 €; × 3 % = 6.741 €; × 5 % = 11.235 €. Die Steuerwirkung ist jeweils AfA × 40 %. Hinzu kommt im Neubau unter Umständen die Sonder-AfA nach § 7b EStG von bis zu 5 % pro Jahr in den ersten vier Jahren, mit Effizienzhaus 40 und QNG bei Bauantrag ab 2023 (§ 7b EStG; Haufe). Bestandswohnungen haben dafür oft einen niedrigeren Kaufpreis je m² und eine bekannte Miethistorie. Welche Seite überwiegt, entscheidet die Rechnung nach Steuern.

Häufige
Fragen

Joleen BrauneisenJoleen BrauneisenUnternehmensberaterin

Ihre Frage ist nicht dabei? Sprechen Sie direkt mit uns, wir zeigen Ihnen die Plattform in einer persönlichen Demo.

Wie berechnet man die Mietrendite?

Die Bruttomietrendite ist die Jahreskaltmiete geteilt durch den Kaufpreis, mal 100. Für die Nettomietrendite ziehen Sie nicht umlagefähige Kosten und Mietausfall von der Miete ab und teilen durch Kaufpreis plus Kaufnebenkosten. Beispiel: 11.760 € ÷ 280.000 € × 100 = 4,2 % brutto.

Ist 5 % Mietrendite gut?

Eine Bruttomietrendite von 5 % entspricht einem Kaufpreisfaktor von 20 und liegt über der Orientierung von 4 % brutto, die sparkasse.de nennt. Ob sie gut ist, zeigt die Nettomietrendite im Vergleich zu Ihrem Zins. Liegt sie darüber, steigert Fremdkapital Ihre Eigenkapitalrendite.

Was bedeutet 4 % Mietrendite?

Bei 4 % brutto entspricht die Jahreskaltmiete 4 % des Kaufpreises. Der Kaufpreis beträgt also 25 Jahresmieten. Für eine Wohnung mit 12.000 € Jahresmiete wären das 300.000 € Kaufpreis.

Ist eine Mietrendite von 7 % gut?

7 % brutto entspricht rund 14 Jahresmieten und ist rechnerisch attraktiv. Ein hoher Wert kann aber auf Risiken hinweisen, etwa Leerstand, Sanierungsbedarf oder eine schwache Lage. Prüfen Sie Nettomietrendite, Zustand und Mietausfallannahme besonders genau.

Wie hoch ist die durchschnittliche Mietrendite?

Eine seriöse Durchschnittszahl für ganz Deutschland gibt es nicht, weil die Werte stark nach Stadt, Lage und Baujahr schwanken. Vergleichen Sie Angebote deshalb mit Objekten derselben Lage und rechnen Sie jedes mit derselben Formel.

Sind 4 % Rendite gut?

Das hängt davon ab, ob es um brutto, netto oder Eigenkapital nach Steuern geht. 4 % brutto ergibt nach Kosten oft eine Nettomietrendite unter 4 %. Im Beispiel auf dieser Seite werden aus 4,2 % brutto 3,45 % netto und 4,95 % Eigenkapitalrendite nach Steuern.

Wie kann ich die Rendite einer Immobilie kostenlos berechnen?

Mit dem Renditerechner auf dieser Seite. Im Modus „Schnell“ reichen Kaufpreis und Kaltmiete für die Bruttomietrendite. Im Modus „Detail“ erhalten Sie Nettomietrendite, Cashflow und Eigenkapitalrendite vor und nach Steuern.

Wie viel bleibt von 1.000 € Mieteinnahmen übrig?

Das hängt von Kosten, Finanzierung und Steuer ab. Beispiel: Bei 100 € nicht umlagefähigen Kosten und 2 % Mietausfall bleiben 1.000 € − 100 € − 20 € = 880 € vor Zins, Tilgung und Steuer. Wie viel davon nach Finanzierung und Steuer übrig bleibt, zeigt der Detailmodus des Rechners.

Wie viel Eigenkapital brauche ich bei 400.000 € Kaufpreis?

Eine feste Quote gibt es nicht; die Bank entscheidet nach Bonität und Objekt. Ein häufiger Ausgangspunkt ist, die Kaufnebenkosten aus Eigenkapital zu zahlen. Beispiel: 7 % Nebenkosten auf 400.000 € sind 28.000 €; mit zusätzlich 10 % des Kaufpreises sind es 68.000 €.

Ist eine hohe Bruttomietrendite automatisch gut?

Nein. Die Bruttomietrendite ignoriert Kaufnebenkosten, nicht umlagefähige Kosten, Mietausfall und Steuern. Zwei Wohnungen mit gleicher Bruttomietrendite können netto und nach Steuern weit auseinanderliegen, etwa wegen unterschiedlicher AfA-Sätze im Neubau und im Bestand.

Berechnet der Rechner auch die Nettomietrendite?

Ja. Im Modus „Detail“ berücksichtigt der Rechner Kaufnebenkosten, nicht umlagefähige Kosten und Mietausfall. Zusätzlich gibt er die Eigenkapitalrendite vor und nach Steuern aus.

Bei welcher Rendite lohnt sich eine Immobilie?

Eine Immobilie lohnt sich, wenn die Eigenkapitalrendite nach Steuern über die Haltedauer zu Ihren Zielen passt und die monatliche Zuzahlung tragbar ist. Eine wichtige Schwelle ist der Zins: Liegt die Nettomietrendite darüber, verbessert Fremdkapital die Rendite. Den Verlauf über 30 Jahre zeigt der Kapitalanlage-Rechner.

Wann lohnt sich eine Immobilie als Kapitalanlage?

Wenn die Rechnung auch mit vorsichtigen Annahmen aufgeht: ohne Wertsteigerung, mit Mietausfall und mit einem höheren Anschlusszins. Im Neubau können degressive AfA nach § 7 Abs. 5a EStG und Sonder-AfA nach § 7b EStG die Rechnung nach Steuern deutlich verbessern, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind.

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